50 Jahre St. Vitus-Kirche Nüst

Festschrift von 2006

"Kauf von 3 Glocken"

(Copyright: Manfred J. Aha, Nüst)

Im Protokollbuch des Kirchenvorstandes findet sich unter dem 3. Oktober 1963 der Beschluss über den Kauf von drei Glocken für die neue Nüster Kirche. Sie sollten von der Glockenfirma Bachert in Bad Friedrichshall - Kochendorf für einen Preis von 16.602,25 DM erworben werden. Von diesem Betrag waren bereits 14.000 DM durch Spenden vorhanden. Gegossen wurden die Glocken am 25. September 1964, wobei neben Ortspfarrer Josef Leister noch weitere Nüster Bürger teilnahmen. ,,Dechant Oskar Schmalbauch weihte im Auftrag des Bischofs die neuen Glocken" lautete die Überschrift in der Zeitung am 20. Oktober 1964. ,,Der Kirchenvorplatz von Nüst war dicht gefüllt von Menschen, als Dechant Oskar Schmalbauch, Hünfeld, am Sonntagnachmittag im Auftrage des in Rom weilenden Bischofs die Weihe der drei neuen Nüster Glocken vornahm. Mit dem Lied „Lobet den Herrn", einem Chor „Ehre sei Gott" aus der deutschen Messe, vorgetragen vom MGV - Nüst, unter der Leitung von Reinhold Klüber, Hofaschenbach, und einem Prolog der Schülerin W. Schwarz wurde die Feierstunde eingeleitet. Die drei Glocken hingen in einem mit Tannengrün und Fähnchen geschmückten stabilen Holzgerüst. Ein besonderer Gruß von Bürgermeister Machens galt zu Beginn den Geistlichen Dechant Schmalbauch, Ortspfarrer Leister, Mackenzell, Pfarrer  Otterbein, Horas, und dem Kreisbeigeordneten Wilhelm Blum als Landratsstellvertreter. Im Anschluss an die Glockenweihe fand man sich zu einem Pfarrfamilientreffen in der Gaststätte Seng ein. 

Die Inschriften der drei Glocken lautet bei allen Glocken gleich: GEBRÜDER BACHERT sowie die Jahreszahl 1964. Die größte Glocke ist mit einem Relief des Weltenrichters auf dem Regenbogen geschmückt. Die Inschrift lautet:

GLORIA IN EXCELSIS DEO (Ehre sei Gott in der Höhe).
Die zweite Glocke hat ein Relief der Gottesmutter und die Inschrift:

REGINA PACIS ORA PRO NO BIS (Königin des Friedens bitte für uns).

Auf der dritten Glocke, die dem Kirchenpatron gewidmet ist, erkennen wir St. Vitus im Ölkessel mit der Inschrift: 

ST. VITUS BESCHÜTZE UNSER DORF

Weiter hängt im Turm das alte Glöckchen aus dem 1743.
Am Volkstrauertag 1966 wurde am alten Friedhof die Namenstafel der gefallenen und vermissten Nüster Soldaten des 1. und des 11. Weltkrieges am Ehrenmal durch Pfarrer Josef Leister eingeweiht. Die Namen der Kriegsopfer, der in Nüst wohnenden Heimatvertriebenen, sind ebenfalls aufgeführt. 

Im Jahre 1989 wurde durch die Firmen Roth und Kuhnert, Mackenzell, sowie der Firma Mahr aus Aachen eine Warmluftheizung für 118.500,00 DM eingebaut. Bisher war die Kirche mit einer Elektro-Strahlungsheizung und Fußbankbeheizung beheizt.

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