Im Protokollbuch des Kirchenvorstandes findet sich unter dem 3. Oktober
1963 der Beschluss über den Kauf von drei Glocken für die neue Nüster Kirche. Sie sollten von der Glockenfirma Bachert in Bad Friedrichshall - Kochendorf für einen Preis von 16.602,25 DM erworben werden. Von diesem Betrag waren bereits 14.000 DM durch Spenden vorhanden. Gegossen wurden die Glocken am 25. September 1964, wobei neben Ortspfarrer Josef Leister noch weitere Nüster Bürger teilnahmen. ,,Dechant Oskar Schmalbauch weihte im Auftrag des Bischofs die neuen Glocken" lautete die Überschrift in der Zeitung am 20. Oktober 1964. ,,Der Kirchenvorplatz von Nüst war dicht gefüllt von Menschen, als Dechant Oskar Schmalbauch, Hünfeld, am Sonntagnachmittag im Auftrage des in Rom weilenden Bischofs die Weihe der drei neuen Nüster Glocken vornahm. Mit dem Lied „Lobet den Herrn", einem Chor „Ehre sei Gott" aus der deutschen Messe, vorgetragen vom MGV - Nüst, unter der Leitung von Reinhold Klüber, Hofaschenbach, und einem Prolog der Schülerin W. Schwarz wurde die Feierstunde eingeleitet. Die drei Glocken hingen in einem mit Tannengrün und Fähnchen geschmückten stabilen Holzgerüst. Ein besonderer Gruß von Bürgermeister Machens galt zu Beginn den Geistlichen Dechant Schmalbauch,
Ortspfarrer Leister, Mackenzell, Pfarrer
Otterbein, Horas, und dem Kreisbeigeordneten Wilhelm Blum als Landratsstellvertreter. Im Anschluss an die Glockenweihe fand man sich zu einem Pfarrfamilientreffen in der Gaststätte Seng ein. Die Inschriften der drei Glocken lautet bei allen Glocken gleich: GEBRÜDER BACHERT sowie die Jahreszahl 1964. Die größte Glocke ist mit einem Relief des Weltenrichters auf dem Regenbogen geschmückt. Die Inschrift lautet:
GLORIA IN EXCELSIS DEO (Ehre sei Gott in der Höhe).