50 Jahre St. Vitus-Kirche Nüst

Festschrift von 2006

Baubeschreibung der Kirche

(Copyright: Manfred J. Aha, Nüst)

Die Fundamente der Kirche bestehen aus Stampfbeton, das aufgehende Mauerwerk bis zum Fußboden aus Bruchsteinen. Die Ecken des Gebäudes sind ebenfalls aus behauenen Bruchsteinen hergestellt. Das übrige Mauerwerk besteht aus Ziegelsteinen und ist beidseitig verputzt. Der Fußboden besteht in den Gängen aus Solnhofener Platten, unter den Bänken sind Holzdielen eingearbeitet. Die Decke besteht vom Innenraum her gesehen aus Press-Spanplatten zwischen sichtbaren Deckenbalken. Das Kirchenschiff hat drei Fensterachsen (gekuppelte Rechteckfenster), der Altarraum nach Süden ein dreiteiliges Rechteckfenster bis zum Boden reichend. 
Die Giebel sind mit je einem runden Fenster versehen. Die Fenster haben eine wabenförmige bunte Verglasung. Die Ostfassade ist über dem überdachten Eingang mit einem Putzfresko des Sankt Vitus geschmückt. Rechts vom Eingang befindet sich der aus Sandstein eingearbeitete Grundstein mit den Zeichen AD 1956 (Anno Domini 1956). Der an der Südseite einspringende Glockenturm ist mit versetzten Sandstein-Eckquadern und Rechteckfenstern versehen, außerdem ist mittig nach Osten ein kleines Podest mit Geländer eingearbeitet worden. 
Über dem Turm, der mit einem flachen Pyramidendach eingedeckt ist, wurde eine vergoldete Weltkugel, ein Kreuz sowie ein vergoldeter Wetterhahn angebracht. Der Altarraum hinter einem flachen Chorbogen besteht aus einer Kommunionstufe und einem fünf Stufen hohen Altarpodest. Über der Kanzel sind kleine, aus dem 18. Jahrhundert stammende 14 Nothelfer-Figuren sowie die Muttergottes mit Kind in der Mitte der Gruppe angebracht. Diese wurden von der alten Kirche übernommen. Links im Altarpfeiler ist ein Marienaltar mit der aus Holz gefertigten Muttergottes mit Jesus auf dem Arm. An der linken Deckenstütze ist der Sankt Vitus mit Ölkessel angebracht. Gegenüber auf der rechten Stütze ist ein nach oben weisender Engel, der schützend den Arm um ein Kind legt, angebracht. Beide Figuren waren schon in der alten Kirche vorhanden. An den Außenwänden ist ein aus Holz geschnitzter Kreuzweg aufgehängt, welchen ein Nüster Ehepaar stiftete. Auf der Empore befindet sich links die Orgel, darunter im Kirchenschiff der Beichtstuhl. Im Jahr 2003 bekam der Außenbereich ein neues Gesicht durch Pflasterung sowie Neupflanzungen. Die Gesamtkosten der Kirche belaufen sich auf ca. 300.000,-DM. 

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