Restaurierung Bildstock in neuer Anlage

Hünfelder Zeitung  vom 10. Juli 2010

Segnungsfeier beim Lichterfest in Nüst 

Mehrere Bildstöcke und Steinkruzifixe bereichern den Hünfelder Stadtteil Nüst und sie sind Ausdruck des Glaubens, den die Menschen hier leben. Ein Marienbildstock beim Bürgerhaus wurde kürzlich restauriert und der Platz, an dem er steht, neu angelegt.

Beim Nüster Lichterfest des Heimat- und Kulturvereins wurde der Marienbildstock durch Pater Klaus Söhnel OMI gesegnet. Seit 1867 habe es hier, wo die Nüster oft vorübergehen, einen Marienbildstock gegeben, so der Oblatenpriester. 

Der Heimat- und Kulturverein, so dessen Vorsitzender Joachim Hess, habe es sich zur Aufgabe gemacht, zur Dorf-Pflege beizutragen. So sei man bezüglich des restaurationsbedürftigen Bildstockes sowie einer Neugestaltung der Anlage, auf dem er steht, von Bürgern angesprochen worden, hier etwas zu unternehmen.
 
Dies habe man gerne aufgegriffen und in die Planung den Nüster Landschaftsgärtner Markus Bock mit einbezogen, der einen Vorschlag erarbeitet hatte. Hess dankte der Stadt Hünfeld für deren Kostenbeteiligung (Konjunkturprogramm des Landes Hessen) in Höhe von 3000 Euro.

Im Beisein vieler Dorfbewohner sprach Ortsvorsteherin Ute Janzen von einem freudigen Anlass. Der Bildstock sei ein christliches Symbol, das Würdigung erfahren habe. Ihr besonderer Dank galt dem Heimat- und Kulturverein.

Umrahmt wurde die Segnungsfeier durch den Gemischten Chor Nüst (Leitung  Walter Glotzbach). bh 


Die Sanierung des Bildstocks erfolgte durch den Steinmetzbetrieb Ulrich Eckart aus Mackenzell.

Der Bildstock ist als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen. 

Link zur Webseite des Landesamt für Denkmalpflege Hessen

An einer Straßenecke schräg gegenüber dem Standbild des hl. Josef aufgestellte Vollplastik der Maria Immakulata. Das aus verschiedenen Teilen unterschiedlichen Alters zusammen gefügte Werk, verdeutlicht das Fortleben privater Frömmigkeitsäußerungen im Ort. Das würfelförmige Postament zeigt auf seinen Stirnseiten rundbogig abgeschlossene Zierfelder mit Inschriften und Flachreliefs.

Auf der Vorderseite ist die Widmung "O Maria ohne Sünde empfangen bitte für uns" zu lesen. Links findet sich eine Reliefdarstellung des hl. Wendelinus, rechts des hl. Antonius mit Kind. Die Namensunterschriften sind schwer zu entziffern. Auf der Rückseite ist das Entstehungsjahr 1867 angegeben. Der erneuerte polygonale Pfosten mit flacher Platte trägt eine jüngere Skulptur der Madonna in rotem Sandstein.

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