Kriegerdenkmal Nüst 
Den Gefallenen gedenken

Hünfelder Zeitung vom 01. Juli 2012

Erinnern an das Anbringen des Ehrenmals in Nüst

1961 wurde am Nüster Ehrenmal am alten Friedhof eine Gedenktafel mit den Namen der im Ersten und Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen Nüster Bürgern angebracht. Jetzt wurde daran erinnert - aus terminlichen Gründen erst nach 51 Jahren.



Bereits in den Jahren 1919 und 1920 hatten Nüster Bürger aus Basaltsteinen aus dem Ulmenstein oberhalb von Mackenzell das Ehrenmal errichtet. Daran erinnerte Joachim Hess, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Nüst während einer Gedenkfeier. 1961 war dann dort die Gedenktafel mit den Namen der Gefallenen aus beiden Weltkriegen angebracht worden.

Reinhold Bernhardt, der letzte noch lebende Nüster, der im Zweiten Weltkrieg war, pflegt noch heute — im Alter von 84 Jahren — das Ehrendenkmal sowie die Gräber der gefallenen Soldaten auf dem Nüster Friedhof. Unterstützt wird er dabei von Nüster Reservistenkameraden sowie Ernst Malkmus von der Stadtverwaltung. Hess sprach ihm dafür Anerkennung aus. 

Manfred Aha, Hauptfeldwebel der Reserve, erläuterte, dass 1939 66 Männer und fünf Frauen von der Wehrmacht eingezogen worden seien. Keiner von ihnen habe sich freiwillig für den Einsatz gemeldet. Elf kamen aus dem Krieg nicht mehr zurück. Viele seien in Kriegsgefangenschaft geraten, keiner sei Kriegsfreiwilliger gewesen.  


Es sei wichtig, entschieden für den Frieden einzustehen, betonte Ortsvorsteherin Ute Janzen — auch mit Blick auf den für den 10. November von Neonazis angekündigten Fackelmarsch in Hünfeld. Sie rief dazu auf, dagegen zu protestieren. Die Gedenkfeier in Nüst bezeichnete sie als einen geeigneten Denkanstoß.

Der Gesangverein Nüst gestaltete die Feier musikalisch. bh 

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