Aus dem Bonifatiusboten: ,,Weihbischof Bolte weihte die neue Kirche in Nüst. Die vor den Toren der Kreisstadt Hünfeld gelegene kleine Gemeinde Nüst brachte Großes fertig. Durch Opfergesinnung und Mut, durch Handanlegen und Gebet wurde in einem knappen halben Jahr ein neues Gotteshaus errichtet, das nicht nur zur größeren Ehre Gottes, sondern auch zur Zierde des Dorfes und der Landschaft gereicht. Die Kirche ist dem HI. Vitus geweiht, einem der vierzehn Nothelfer, der als Patron gegen Feuer und Blitz verehrt wird. Mit der Wahl gerade dieses Kirchenpatrons hat es eine besondere Bewandtnis, denn das Tal der Nüst, in dem das Dörfchen Nüst liegt, ist durch seine vielen Wasseradern in besonderem Maße der Blitzgefahr ausgesetzt. Ehrenpforten, Girlanden und Fahnen kennzeichneten das äußere Ortsbild.
In feierlicher Prozession wurden der Weihbischof und die Geistlichkeit von der nahen Schule abgeholt. Nach Gedicht-, Musik- und Liedvorträgen wurde der Weihbischof vor dem neuen Kirchenportal von Bürgermeister Pfeffermann und Pfarrer Leister willkommen geheißen. Pfarrer Leister wies in seiner Ansprache auf die vorbildliche Opferbereitschaft der Gemeinde Nüst hin. Aber auch von weit her sei Hilfe gekommen, wofür er im Namen der Pfarrgemeinde danke. Nach dem Weiheakt hielt der Weihbischof an die Gläubigen eine Ansprache, die er unter das Schriftwort stellte: ,,Ich freue mich, in das Haus des Herren wollen wir gehen!" Der Weihbischof erinnerte an die Mahnung des Heiligen Vaters: ,,Sorget, dass der Herrgott wieder in der Mitte eueres Herzens wohnt! Draußen in der Welt werde der Herrgott immer mehr hinausgedrängt",