Keine Landschaft in Deutschland ist so reich an Wegkreuzen, Feldaltären und Bildstöcken wie die Rhön, so auch in unserem Ort Nüst, Sie sind Zeichen der Volksfrömmigkeit und wurden von Privatleuten gestiftet, oft nach einem Gelübde nach
wunderbarer Hilfe.
Der älteste Bildstock aus dem Jahre 1813 in Nüst steht an der Weggabelung am Kalten Hof. Er war früher aufgestellt am Ortsausgang links in Richtung Hünfeld (der heutigen Krautgärtenstraße).
Die Inschrift lautet:
DIESEN BILDSTOCK HABEN LASSEN AUFRICHTEN DER EHRSAME PAULUS BERNHARDT UND DESSEN EHEFRAU ELISABETHA BERNADIN IN NIST ANN 1813 ERNEUERT 1992.
Am Sockel befinden sich eine Maske und Johanniterkreuze. Unter dem Aufsatz befinden sich zwei liegende übergroße Volutenrollen, darüber ein kreuztragender Jesus mit Sonne und Mond sowie die Inschrift: O KREUZ FALLENDER JESU. Auf der Rückseite sind die vierzehn Nothelfer abgebildet, darüber Christus in Wolken. Die Inschrift lautet: LOBET GOTT IN SEINEN HEILIGEN. Seitlich sind St. VALLENDINUS und St. WENDELINUS zu sehen. Die Säule ist mit Weinranken verziert.